Tumblr-User im Blickpunkt: Oliver Bottini
Heute stellen wir euch Tumblr-User Oliver Bottini vor. Der 48-jährige Schriftsteller lebt in Berlin und hat sich als Autor von Kriminalromanen einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Sein neuestes Buch „Der kalte Traum“ ist Anfang 2012 erschienen.
Oliver, warum hast Du Dich entschieden, Dein Blog bei Tumblr zu führen? Was gefällt Dir an Tumblr?
Tumblr ist unkompliziert, hat viele schöne Templates zur Auswahl und ist irgendwie cooler als andere Anbieter. ;-) Ursprünglich wollte ich viel mit Fotos machen, und da eignet sich Tumblr besonders, finde ich.
Wofür nutzt Du das Blog vornehmlich?
Anfangs wollte ich eine Möglichkeit haben, vor allem mit Fotos über mein Leben und Arbeiten als Schriftsteller zu berichten – Recherchereisen, Lesungen, Messebesuche und so. Das hat sich inzwischen ein wenig geändert. Jetzt nutze ich Tumblr auch, um mich zu aktuellen Debatten meiner Branche zu äußern, z.B. zur Urheberrechtsdiskussion.
Durch das Bloggen haben sich neue Möglichkeiten ergeben, sich als Autor einen Namen zu machen und eine große Leserschaft zu erschließen. Wie beurteilst Du diese Entwicklung? Bist Du selbst Stammleser irgendwelcher Blogs?
Ich finde es großartig. Die Kommunikation mit Leuten, die an dem, was ich mache, interessiert sind, ist durch Blogs viel direkter und authentischer geworden. Außerdem werden auf vielen Blogs Bücher rezensiert. So ist die Auseinandersetzung mit Büchern lebendiger und diskursiver geworden, und es sind mehr Leute beteiligt als “früher”. Ich selbst schaue immer wieder bei bestimmten Blogs vorbei, z.B. Klappentexterin, Yogannina, The Modern Gentleman, StyleSpion, litaffin, smart digits. Dazu kommen andere themenbezogene Blogs, wenn ich für ein neues Buch recherchiere.
Foto: Hans Scherhaufer
Tumblr stellt den Schriftsteller Oliver Bottini vor. Ein sympathisches Kurzinterview mit Einblicken in die Möglichkeiten des Bloggens für Literaturschaffende. Schön!

ine erzählt in “Madame Hemingway” eine naive, aufregende, traurige und definitiv nicht selten auch kitschige Liebesgeschichte. Aber, um eine liebe Buchhändlerkollegin zu zitieren “Kitsch mag ja jeder mal”. Tatsächlich geht dieses Märchen aus dem Paris der Roaring Twenties sehr zu Herzen. Wir haben es hier also mit einem richtig schönen Schmöker zu tun, der sich am besten auf einer Reise nach Paris bei einem Café Crème auf der Terasse einer Brasserie lesen lässt.
Der von mir gestern hier gepostete Beitrag reißt im Titel ein Thema an, das mich schon lange beschäftigt - Netznarratologie. Leider stürzte sich der Radiojournalist mit der Frage nach Erzählungen im Netz auf ein Genre, dass nicht eigentlich erzählen will, da es nicht in den Bereich der Fiktion gehört, die Reportage. Am Ende merkt er selbst, dass seine Hörer nach wie vor rein gar nichts über Erzähltechniken des Netzes erfahren haben.


