Mareike Höckendorffs Blog - eine ganz persönliche Sammlung poetischer Dinge, Worte und Situationen

Widmungen

Manche halten sie für die überflüssigste Hervorbringung der Literaturgeschichte, ich aber liebe sie heiß und innig: Widmungen. Für mich sind sie mal geheime Botschaften aus der realen Welt des Autors, mal vor Sentimentalität triefende Offenbarungen und manchmal sind sie einfach nur witzig. Lange habe ich überlegt, ob ich euch das zumuten kann, aber jetzt bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ja, und veröffentliche hier ab sofort in Unregelmäßigkeit Perlen literarischer Widmungen. Los geht’s heute mit:

"Für Nichts und Wiedernichts"

-Marc Uwe Kling vor dem Känguru-Manifest

Sie forschte in seinem Gesicht, aber es war ihr zu vertraut, es sprach nicht mehr zu ihr; sie brauchte nur die Hand auszustrecken, um ihn zu berühren, aber auch diese Nähe noch machte ihn unsichtbar, man konnte nur an ihn denken. Es war nicht einmal ein Name da, mit dem sie ihn nennen konnte. Pierre oder Larousse nannte Francoise ihn nur, wenn sie mit anderen sprach; solange sie allein mit ihm war, gab sie ihm keinen Namen. Er war ihr so vertraut wie sie selbst und ebenso unergründlich; wäre er ein Fremder, so hätte sie sich wenigstens über ihn eine Meinung bilden können. By Simone de Beauvoir: Sie kam und blieb.

Weil wir es können - Ideen zu Matthew L. Jockers’ “Macroanalysis”

Weil wir es können – Ideen zu Matthew L. Jockers’ “Macroanalysis”

20140501-193251.jpgVor kurzem fragte ein Digital Humanist über den Humanists Listserver, welche zwei Bücher man empfehlen könne, um einen Überblick über das zu geben, was die digitalen Geisteswissenschaften in der Analyse von Literatur leisten können. Ein Kollege empfahl “Macroanalysis” von Matthew L. Jockers, ein Buch, das auch schon seit ein paar Tagen auf meinem Couchtisch bereit lag. Nun, da ich es durchgelesen…

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Lektüre: Franco Morettis “Distant Reading” von Nahem

Lektüre: Franco Morettis “Distant Reading” von Nahem

Verso 978 1 78168 084 1 Distant Reading (CMYK-300dpi)Wenn es einen Nobelpreis für Literaturwissenschaftler gäbe, so hätte Franco Moretti ihn schon allein dafür verdient, den Begriff des „Distant Reading“ eingeführt zu haben. Doch obwohl dies der innovativste methodische Ansatz ist, den die Literaturwissenschaft im Moment vorzuweisen hat, zeigt Moretti auch, dass hier gerade die ersten Gehversuche in einem Feld gemacht werden, das noch nicht klar…

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DHd Pre-Konferenz-Workshop zum wissenschaftlichen Bloggen

DHd Konferenz 2014Dieser Workshop hat für mich vor allem eines verändert: Den Blick auf das wissenschaftliche Bloggen als standardisierte und etablierte forschungsbegleitende Maßnahme. Ja, ich war mir schon bewusst, dass längst noch nicht alle Wissenschaftler bloggen, aber ich hätte doch gedacht, dass zumindst viele im Rahmen von Veranstaltungswebseiten oder Ähnlichem das Bloggen bereits erlernt hätten. So war ich…

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DHd Pre-Konferenz Workshop zum Thema GeoHumanities

DHd Pre-Konferenz Workshop zum Thema GeoHumanities

DHd Konferenz 2014GeoHumanities sind zur Zeit voll im Trend. Spätestens seit dem Spatial Turn in den 1970er Jahren suchen wir ja alle irgendwie nach der wahrhaftigen Beschaffenheit des Raumes. Doch, ob die schönen Techniken der Datenaufbereitung und -visualisierung uns dieser Erkenntnis tatsächlich ein Stück näher bringen, konnte auch dieser Workshp nicht abschließend klären. Dafür wurden allerdings viele Ideen…

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